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08. August 2023

Kurz erklärt:

Was ist eine Smart City?

Symbolische Darstellung einer Smart City
Bild: Adobe Stock

Mannheim wird smart.

Durch Digitalisierung und intelligent vernetzte Daten wird das Leben in der Stadt für alle einfacher, nachhaltiger und lebenswerter. Doch was bedeutet der Begriff der Smart City eigentlich?

In Städten entstehen in allen Bereichen des täglichen Lebens jede Menge Daten. Auch immer mehr Sensoren erfassen und sammeln Daten. Wie viele Autos, Fahrräder, Busse und Bahnen sind gerade in Mannheim unterwegs? Wo ist es im Stadtgebiet besonders heiß? Oder welche Mülleimer sind voll und müssen geleert werden?

Durch den Einsatz von Sensoren, Datenanalyse, künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge (IoT) können diese Daten ausgewertet und analysiert werden. Diese Daten können dann miteinander vernetzt und in allen Bereichen der Stadt genutzt und miteinander vernetzt werden.

Als Smart City strebt Mannheim danach, Ressourcen effizienter zu nutzen, die Lebensqualität zu verbessern, ökologische Nachhaltigkeit zu fördern und wirtschaftliches Wachstum zu unterstützen. Smart Cities stehen dabei vor der Herausforderung, die digitale Transformation der Kommune im Sinne einer gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Dabei orientieren sich die Kommunen an der Smart City Charta, die vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, dem Smart City Dialogs sowie dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung herausgegeben wurde.

Angelehnt an die allgemeinen strategischen Ziele der Stadtentwicklungspolitik liegt der Schwerpunkt der Maßnahmen der smarten Stadt Mannheim vor allem auf den Bereichen Klima, Mobilität und Ressourcen.

Die Fokussierung auf diese drei Handlungsfelder ist das Ergebnis eines umfassenden Abstimmungs- und Beteiligungsprozesses. Dafür wurden mit Mannheimer Bürger*innen und zahlreichen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft Workshops oder Befragungen durchgeführt.

1. Klimaresilienz

Eine klimaresiliente Stadt ist eine Stadt, die sich proaktiv auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereitet und sich an die sich verändernden klimatischen Bedingungen anpasst. Außerdem trifft die Stadt Maßnahmen, um ihre Bewohner*innen besser vor Extremwettern zu schützen.

Der erste Schritt, um solchen Herausforderungen wirksam zu begegnen ist eine belastbare Datengrundlage, um darauf aufbauend Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Deshalb werden in Mannheim bis Ende 2023 ca. 400 Klimasensoren installiert, die die klimatischen Bedingungen (Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit und Windrichtung) an Plätzen und Straßenzügen erfassen. Damit können beispielsweise die Effekte von Begrünungsmaßnahmen evaluiert werden. Dieses sogenannte Klimamessnetz ist eine wichtige Grundlage, um Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung zu treffen. So sind die Bürger*innen besser vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt.

2. Mobilitätstransparenz

Um die Mobilität in Mannheim intelligent zu steuern, braucht es zunächst einen Überblick über den Verkehr in der Stadt. Wie viele Busse und Bahnen sind in Mannheim unterwegs? Wie viele Fahrräder fahren auf welchen Wegen? Und wie viele Autos sind in Mannheim zur Hauptverkehrszeit unterwegs? Alle diese Daten werden in Mannheim zukünftig erhoben und ausgewertet. So kann der Verkehr in Mannheim besser analysiert, geplant und gesteuert werden. So können Staus und das allgemeine Verkehrsaufkommen reduziert und Parkhäuser besser ausgelastet werden. Nachhaltige Mobilität wird so gefördert und klimaschädliche Emissionen werden reduziert.

3. Ressourceneffizienz

Die Smart City Mannheim erhebt hochaufgelöste Daten zu Ressourcenverbräuchen und unterstützt damit den effizienten Einsatz von Ressourcen. Darauf basierend werden digitale Anwendungen umgesetzt, die die Menschen für den Verbrauch von Ressourcen sensibilisieren und Verbräuche automatisiert steuern.

Smart Waste

Durch die digitale Messung von Füllständen können Leerungsintervalle effizienter angepasst, Routen optimiert und die Umwelt geschont werden.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch noch weitere Bereiche, in denen Mannheim mit Hilfe von Digitalisierung smarter wird.

4. Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierungsstrategie der Stadt Mannheim beschreibt, mit welchen Maßnahmen und Projekten die Stadt Mannheim den Ausbau smarter digitaler Services unterstützen und fördern möchte.

Laut Digitalverband Bitkom e.V. zählt Mannheim zu den smartesten Städten Deutschlands. Mannheim klettert 2022 von Platz 23 auf Platz 13 von 81 Städten des Smart City Index. Im Bereich IT und Kommunikation erzielt Mannheim sogar Platz 7 des Rankings und ist somit unter der TOP 10.

5. (Digitale) Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung: Durch digitale Plattformen und mobile Anwendungen können Bürger aktiv in die Stadtentwicklung einbezogen werden, indem sie Feedback geben, Ideen einreichen und an Entscheidungsprozessen teilnehmen. Bürgerbeteiligung spielt in Mannheim schon seit Langem eine wichtige Rolle, um gemeinsam mit den Mannheimer*innen die Stadt zu gestalten und die Demokratie zu stärken. Die Bürgerschaft einzubeziehen ist im Leitbild Mannheim 2030 fest verankert. Das Beteiligungsportal www.mannheim-gemeinsam-gestalten.de bündelt die Informationen zum Thema Bürgerbeteiligung: Welche Vorhaben beschäftigen die Stadt? Wie, wo und wann können Sie mitmachen? Mit dem digitalen Beteiligungsportal ist Mannheim Vorreiterin bei der digitalen Bürgerbeteiligung.

Zusammengefasst

In der Smart City werden digitale Technologien und intelligent vernetzte Daten genutzt, um das Leben klimaschonender, effizienter und lebenswerter zu machen. Mithilfe von vernetzten Informationstechnologien und digitalen Lösungen, soll das tägliche Leben in der Stadt für die Bewohner*innen verbessert werden.